Dieses Unterkapitel befasst sich mit der Ableitung als Grenzwert des Differenzenquotienten, mit ihren Schreibweisen und mit der Differenzierbarkeit an einer Stelle. Es präzisiert die Idee aus 4.1 und legt die Grundlage für die Ableitungsregeln in 4.3. Im Kurs ist die Ableitung das Werkzeug, das lokale Näherungen, Monotonie, Krümmung und Optimierung ermöglicht.
- Ableitung:
- Der Grenzwert des Differenzenquotienten an einer Stelle.
- Differenzierbarkeit:
- Dieser Grenzwert existiert und ist von links wie von rechts derselbe.
- Ableitungsfunktion:
- Ordnet jeder Stelle ihre lokale Rate zu.
Wenn keine Regel greift und die Steigung direkt gebraucht wird.
Wenn eine Gerade gesucht ist, die den Graphen in berührt.
Schreibweisen der Ableitung
Lagrange
, , , der Strich zählt die Ableitungen.
Leibniz
oder , erinnert an .
Newton
, Ableitung nach der Zeit .
Aus liest man umgekehrt ab, die Normale hat bei die Steigung .
Existiert , strebt die Funktionsdifferenz für gegen null, also ist in stetig. Stetigkeit ist notwendig, aber nicht hinreichend.
ist bei stetig und hat dort links die Steigung , rechts . Ein Knick, ein Sprung, eine senkrechte Tangente oder starkes Oszillieren verhindern die Ableitung.
Bei stückweisen Funktionen müssen deshalb beide Ableitungsgrenzwerte übereinstimmen, nicht nur die Funktionswerte.
Struktur: Differenz von Quadraten und Grenzübergang
- Die Definition der Ableitung wird mit der gegebenen Quadratfunktion eingesetzt.
Struktur: Punkt und lokale Steigung in die Punkt-Steigungs-Form
- Berührpunkt und Ableitungswert liefern die beiden notwendigen Tangentendaten.
Die Tangente als lokale Näherung
Bei einer Kostenfunktion sind das die Mehrkosten der nächsten Einheit. Einheit: Franken pro Stück.
Marginal heisst lokal. Über ein grosses Intervall weicht von der echten Änderung ab.